Warum ich mein Kontextfenster im Blick behalte
- Hamburg, Germany
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Ich habe mir eine Statusline für Claude Code gebaut, die mir anzeigt, wie viel vom Kontextfenster noch übrig ist. Der Grund ist simpel: Nach etwa 50% Auslastung lässt die Qualität spürbar nach.
Das deckt sich mit der “Context Rot”-Studie von Chroma Research, die 18 aktuelle Modelle getestet hat.1 Die NoLiMa-Benchmark zeigte, dass 11 von 12 Modellen bei 32k Tokens unter 50% ihrer Baseline-Performance fielen.2 In meiner eigenen Erfahrung mit Claude wird es ab 100k bis 150k Tokens merklich schlechter - subtile Bugs werden übersehen, Anweisungen vergessen.
Claude Code erlaubt benutzerdefinierte Statuslines. Das Script liest die Token-Werte aus dem JSON-Input und zeigt den verbleibenden Kontext mit Farbcodierung an: Grün bei über 50%, Gelb zwischen 20-50%, Rot unter 20%.
Das komplette Script gibt es als GitHub Gist
. Einfach als ~/.claude/statusline.sh speichern, ausführbar machen und in ~/.claude/settings.json eintragen:
{
"statusLine": {
"type": "command",
"command": "~/.claude/statusline.sh"
}
}
Das Ergebnis sieht dann so aus:
[Opus 4.5] my-project | Remaining: 82%
Bei viel verbleibendem Kontext leuchtet die Zahl grün, bei 20-50% gelb, darunter rot. So sehe ich auf einen Blick, wann es Zeit für eine frische Session wird.
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Chroma Research, Context Rot: How Increasing Input Tokens Impacts LLM Performance , 2025 ↩︎
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Demiliani, Understanding LLM performance degradation: a deep dive into Context Window limits , 2025 ↩︎